Insbesondere sind dabei im Sinne einer Kosten-/Nutzen-Analyse folgende Aspekte zu prüfen:

  1. Aus der Zusammenlegung resultierende Führungsstruktur; mögliches Sparpotential im Bereich Führungspersonal und Administration.
  2. Synergien zum Ausgleich von Schülerschwankungen, aber auch bei Raumauslastung, Dienstleistungen an Dritte, Einkauf.
  3. Mögliches Sparpotential im baulichen Bereich sowie im Unterhalt der Gebäude (inkl. Energie etc.).
  4. Steigerung der Job-Attraktivität von Lehrpersonen (Wegfall von Kleinstpensen, Job-Enrichement etc.).
  5. Notwendige gesetzliche Anpassungen und die aus einer Zusammenlegung resultierenden einmaligen Kosten.

Begründung:

Die Einführung des neuen Maturitätsanerkennungsreglements und die damit verbundene Umstrukturierung der Lehrerbildung im Kanton Thurgau in den letzten Jahren hatte eine Annäherung der PMS an die gymnasiale Maturität zur Folge. Dies wiederum führte dazu, dass aktuell in Kreuzlingen auf engstem Raum zwei kantonale Bildungsinstitutionen der Sekundarstufe II bestehen, welche praktisch identische Zielsetzungen haben und sich höchstes in der Ausrichtung unterscheiden. Ein Blick in andere Kantone zeigt aber, dass sich der Thurgau hier einen Luxus leistet, welcher so nicht nötig wäre, ist doch die Gesamtschülerzahl von PMS und KSK etwa gleich hoch wie diejenigen der grössten Kantonsschule im Thurgau, in Frauenfeld. Hinzu kommt, dass andere Kantone für ihre Schüler neue Institutionen und Ausbildungsprofile schaffen, was zu tendenziell weniger Schülern an der PMS führt. Angesichts der schwierigen finanziellen Herausforderungen des Kantons gilt es, bestehende Strukturen ohne Scheuklappen zu überdenken und vorhandene Synergien zu nutzen, ohne die bisherigen charakteristischen Ausbildungs-Profile aufzuheben. Dies führt zu einem effizienteren Einsatz der öffentlichen Mittel und zu einer Stärkung des Bildungsstandortes Kreuzlingen.

Weinfelden, 12. März 2014

 

Roland A. Huber                              Urs Martin

17.03.2014 | 1107 Aufrufe