Im Frühling 2013 war ein aus Nordmontenegro stammender Deutscher Staatsangehöriger kriminell äusserst aktiv im Thurgau. Er gestand Einbruchsdiebstähle in Kreuzlingen,
Bottighofen, Kesswil, Amriswil, Scherzingen und Roggwil in der Höhe von insgesamt 35‘000 Fr. Dabei wurde zusätzlich noch ein Sachschaden von 24'000 Fr. verursacht. Ausserdem wird der Täter verdächtigt, einen Raubüberfall auf eine Tankstelle in Kreuzlingen sowie ein Delikt im Bereich der häuslichen Gewalt begangen zu haben. Am
4. Dezember 2013 türmte der Täter aus dem regionalen Untersuchungsgefängnis in Kreuzlingen. Der Mann war unbeaufsichtigt. Er floh auf dem Weg zur Dusche. Im selben Gefängnis war dies schon der zweite Ausbruch innert wenigen Monaten: Schon am 4. Juli 2013 ist ein dreissigjähriger Mazedonier ausgebrochen, nachdem er die Gitterstäbe beim Fenster durchgesägt hatte.

Der Regierungsrat wird ersucht, die nachfolgenden Fragen zu beantworten:

  1. Hat der Regierungsrat Kenntnis von diesen gehäuften Ausbrüchen im regionalen Untersuchungsgefängnis in Kreuzlingen?
  2. Wie erklärt er diese?
  3. Wurden Massnahmen oder personelle Konsequenzen getroffen?
  4. Kamen im Thurgauer Straf- und Massnahmenvollzug in den letzten drei Jahren noch andere Ausbrüche vor? Welche? Was waren die Gründe dafür?
  5. Welche Vorkehrungen trifft der Regierungsrat, um die Thurgauer Gefängnisse ausbruchsicherer zu machen?

 

Dem Regierungsrat wird im Voraus für die transparente Beantwortung der Fragen gedankt.

 

Frauenfeld, 23. April 2014

 

Urs Martin

 

11.06.2014 | 1030 Aufrufe