Von den knapp 9.5 Milliarden Franken, welche die Strasse jedes Jahr an Abgaben in den Staatshaushalt liefert, lediglich gut 30% nämlich knapp 3 Milliarden für den Strassenbau und Unterhalt verwendet. Der Grossteil des Geldes fliesst in andere Schatullen (Entwicklungshilfe, Kultur, Sozialwerke). Wenn nun die Vignette auf 100 Franken angehoben würde, würden statt der 3 Milliarden Franken im besten Falle 3.2 Milliarden Franken zur Verfügung stehen. Die Erhöhung bringt der Strassenkasse 200 Millionen Franken. Aber, weil der Bund im Moment wieder auf düstere finanzielle Perspektiven zusteuert, ist die Gefahr gross, dass die 200 Millionen zwar zusätzlich in den Strassenfonds fliessen, stattdessen aber andere Mittel abgezogen werden und am Schluss genau gleichviel wenn nicht weniger für die Strassen übrig bleibt. Und selbst, wenn noch alle Mittel der Erhöhung in den Strassenbau fliessen würden, müssten  vier Jahre sämtliche Mittel in den Thurgau fliessen, um die BTS zu finanzieren. Wenn Sie aber das Abstimmungsbüchlein anschauen, sehen Sie dass sich rund 20 Projekte um die Mittel duellieren und schon jetzt klar ist, welche drei Projekte zuerst gebaut werden – nämlich, La Chaux-de-Fonds, Le Locle und Näfels. Um alle Projekte (inkl. BTS) zu realisieren, müssen wir 30 bis 50 Jahre warten. Daher sage ich entschieden nein zur Erhöhung der Autobahnvignette um 150%. Es braucht eine bessere Art der Verkehrsfinanzierung, um die notwendigen Nationalstrassen, umgehend zu bauen. Geld aus der Strasse für die Strasse ist genügend da. 

27.11.2013 | 1038 Aufrufe