Die älteste auf der Internetseite des Bundesamtes für Energie verfügbare Gesamtenergiestatistik datiert aus dem Jahr 1997. Damals produzierte die Schweiz 57.4 Prozent des Stroms aus Wasserkraftwerken, 39.6 Prozent aus Kernkraftwerken. Seither sind 15 Jahre vergangen. Anfangs Monat wurde die Energiestatistik 2012 veröffentlicht. Verändert hat sich erstaunlich wenig – ausser, dass heute viele von Energie-Subventionen profitieren. Im Jahr 2012 wurden 58.7 Prozent des Stroms aus Wasserkraft und 35.8 Prozent aus Kernkraft hergestellt. Gerade einmal 2.8 Prozent des Stroms wurden aus neuen erneuerbaren Energien produziert – zynischerweise unter Aufrechnung einer grossen Menge von „sauberem“ Strom aus Kehrichtverbrennungsanlagen – und dies, obwohl jährlich in Bund und Kantonen rund 1.5 Milliarden Franken Subventionen ausgerichtet werden. Die Tausenden von Photovoltaik-Anlagen produzieren aber gerade einmal 0.5 Prozent Elektrizität, die Windkraftwerke 0.1 Prozent und die Geothermie 0! Wer nun behauptet, es wäre kurzfristig möglich, 35.8 Prozent der Stromproduktion bei jährlich steigendem Energieverbrauch durch neue erneuerbare Energien zu ersetzen, leidet entweder an krasser Realitätsverweigerung, möchte Konsumenten und Wirtschaft den Strom abstellen oder aber er will Strom aus französischen Kernkraftwerken oder bundesdeutschen bis osteuropäischen Kohlekraftwerken importieren und uns damit noch stärker abhängig vom Ausland und den Preisen am internationalen Markt machen. Wie lange geht es wohl noch, bis die Politik die Wende der Energiewende beschliesst?

25.07.2013 | 1080 Aufrufe