Gemäss Martin soll nicht mehr abschliessend der Regierungsrat, sondern in letzter Konsequenz mittels Referendum das Volk zu Lehrplänen und Stundentafeln der Volksschule das letzte Wort haben. Ihn stört, dass mit der «Grossbaustelle» Lehrplan 21 die Leistungen nicht nur in zentralen Fächern – Deutsch und Mathematik – sinken werden. Die neue Gewichtung von Kompetenzen führe zu schwammigen Zielsetzungen.

Für Anne Varenne ist es an der Zeit, den Lehrplan in den Bereichen Medien und Informatik den veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen anzupassen, damit das Kind lernt, verantwortungsvoll wie kritisch mit neuen Medien umzugehen. Es werde nach wie vor der angemessene und nötige Inhalt und Stoff in Mathematik und Deutsch vermittelt, sagte Varenne. Aber der pädagogische Spielraum sollte der Lehrerschaft überlassen werden.

Die Votanten im Publikum unterstützten einhellig die Ausführungen von Anne Varenne zum Thurgauer Lehrplan. 

 

Thurgauerzeitung, 6. Oktober 2016

06.10.2016 | 985 Aufrufe