Der Schlossherr verkündete damals eine Generalsanierung in Abstimmung mit der Denkmalpflege, die Nutzung des Schlosses als Wohnsitz für die Familie und die Absicht, die Gastwirtschaft dem Publikum zu öffnen. Kapelle und Barocksaal sollten für Hochzeiten und kulturelle Anlässe verfügbar sein, der land- und forstwirtschaftliche Betrieb auf organische und biologische Landwirtschaft umgestellt und das bestehende Personal weiter beschäftigt werden. Ende 2008 war dann gar noch vom Einbau einer Vinothek und von der Erstellung von 11 Wohnungen die Rede. Seither ist nichts mehr geschehen! Der Regierungsrat des Kantons Thurgau sprach in einer Antwort auf eine Anfrage von Urs Martin zwar von einem runden Tisch, welcher am 13. Dezember 2013 stattgefunden habe. Weiter sagte der Regierungsrat am 14. Januar 2014 wörtlich: „Als vorgesehener Baubeginn wird von der Bauherrschaft das Frühjahr 2014 genannt. Es kann also zusammenfassend festgehalten werden, dass der Kanton über die beabsichtigten Baupläne und den Baufortschritt informiert ist.“ Trotz garstigem Wetter kann man im Moment davon ausgehen, dass das Frühjahr 2014 vorbei ist – nur passiert ist auf dem Sonnenberg noch immer nichts – ausser einer Änderung des Handelsregisters der „Schloss & Gut Sonnenberg AG“, bei welcher eine Kapitalerhöhung stattgefunden hat und Schulden in die AG eingebracht worden sind. Es bleibt ein ungutes Gefühl. Haben sich Regierungsrat und Gemeinde Stettfurt von einem Financier vorführen lassen? Wann wird auf dem Sonnenberg endlich gebaut? Die Beantwortung dieser Fragen drängt sich auf. Es bleibt zu hoffen, dass auch für den Sonnenberg die Sonne im Osten – über Österreich – aufgeht. Ansonsten muss aber zuminstest der Baukran umgehend verschwinden.

 

Kantonsrätin Christa Kaufmann, Bichelsee

Kantonsrat Urs Martin, Romanshorn

 

Frauenfelderwoche vom 6. August 2014 sowie RegidieNeue vom 9. August 2014.

 

06.08.2014 | 1005 Aufrufe