Nachdem der Regierungsrat beim HarmoS-Konkordat Ende 2008 vom Volk in die Knie gezwungen werden musste und eine teilweise Abschrift des Sonderpädagogik-Konkordats im Rahmen des Beitrags-Gesetzes verhindert werden konnte, hat unsere Regierung die Zeichen der Zeit endlich erkannt.

Vorläufig will der Regierungsrat dem höchst schädlichen Sonderpädagogik-Konkordat nicht beitreten. Ich begrüsse diesen weisen Entscheid sehr. Denn sollte das Sonderpädagogik-Konkordat im Thurgau nach der Sistierung dennoch in die Ratifikation geschickt werden, würde ich es – wie schon das HarmoS-Konkordat – mit allen Mitteln bekämpfen. Das Sonderpädagogik-Konkordat hätte massive Kostenfolgen und würde die Schulqualität für alle Kinder, welche heute noch bereit sind, etwas zu lernen, stark verschlechtern. Noch mehr Therapeutitis im Klassenzimmer als heute wäre eine Folge. Einer solchen Konkordats-Regelung darf der Kanton Thurgau niemals zustimmen.

Thurgauerzeitung, 20. Mai 2010.

20.05.2010 | 1180 Aufrufe