Urs Martin ist Erstunterzeichner der Petition "Volksmusik für alle", welche weiterhin Volksmusik über UKW fordert. Am Mittwoch wurden über 33'000 Unterschriften für die Petition in Bern deponiert.

DRS wollte Volksmusik von UKW verbannen

Aufgrund der neuen Programmstruktur bei Radio DRS wurde anfangs Oktober bekannt, dass die Volksmusik ganz von DRS 1 abgesetzt werden soll. Als Ersatz dafür werden die Volksmusikfreunde auf die DRS Musikwelle verwiesen. Dieses Programm kann jedoch nur über Kabel, Satellit oder DAB empfangen werden. Dies hätte bedeutet, dass die Freunde der Volksmusik zur Anschaffung eines DAB-Gerätes gezwungen worden wären. Heftige Reaktionen und breite Unterstützung. Die Reaktionen auf diesen Entscheid waren heftig. Volksmusikfreunde innerhalb und ausserhalb des Parlaments taten sich daher zusammen, um mittels Petition gegen die Verbannung der Volksmusik von einer UKW-Frequenz zu protestieren. Neben Volksmusikgrössen wie Ruedi Rymann, Peter Zinsli, Sepp Trütsch und Kurt Felix stehen auch namhafte Politiker wie alt Bundesrat Adolf Ogi und verschiedene Nationalräte unter ihnen der neue SVP-Präsident Toni Brunner hinter dieser Petition. Dank der breiten Unterstützung gelang es, Druck auf die entsprechenden Stellen bei der SRG aufzubauen und den Medienminister dazu zu bringen, sich in der Dezembersession ebenfalls kritisch zum Entscheid der Absetzung der Volksmusik von einer UKW-Frequenz zu äussern. Breites Bedürfnis muss ernst genommen werden.

Die über 33'000 Unterschriften für die Volksmusik über UKW sind ein starkes Zeichen gegen die getroffenen Entscheide der Programmverantwortlichen beim Radio DRS. Auch wenn in den letzten Monaten Lippenbekenntnisse für die Volksmusik den Medien zu entnehmen waren, reicht dies nicht. Die Unterzeichner der Petition Volksmusik für alle wollen, dass Volksmusik weiterhin über UKW empfangen werden kann. Dies entspricht einem breiten Bedürfnis der Bevölkerung, welchem entsprochen werden muss.

19.03.2008 | 1007 Aufrufe