Als Finanzdirektorin von Genf überschätzt, da der Staatshaushalt mit ausserordentlichen Erbschaften aufgepeppt, zeigte sich ab 2003 schnell die Eigenwilligkeit der Micheline Calmy-Rey. Sie feminisierte das Dipolomatenkorps radikal. Sie biederte sich in Teheran bei einem Holocaust-Leugner an. Sie parlierte mit Diktator Gaddafi im Zelt und zahlte dessen prügelndem Sohn eine Millionenabfindung mit unseren Steuergeldern. Sie plante gar eine Kommandoaktion mit einer Schweizer Spezialeinheit in Libyen ohne Wissen anderer Bundesräte und lieferte sich mit der Volkswirtschaftsministerin einen erbitterten Zickenkrieg, um die Entwicklungshilfe, obwohl die Gelder in der Regel selbst bei einem Tsunami in der Regel ohne Wirkung blieben. Sie rief einen Menschenrechtsrat ins Leben, welcher scheiterte. Sie perfektionierte aussenpolitischen Populismus, ohne Rücksicht auf diplomatische Verstimmungen. Sie anerkannte den Kosovo, bevor er funktionierte. Am schlimmsten aber: Mit ihrem Konzept der „aktiven Neutralität“ schädigte sie die internationale Stellung der Schweiz nachhaltig und trug die Schweizerische Neutralitätskonzeption schrittweise zu Grabe. Wir werden sie nicht vermissen.

Publiziert in der Schweizerzeit vom 16. September 2011.

16.09.2011 | 1419 Aufrufe